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Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen



Liebe Schulabgängerinnen und Schulabgänger,

viele von Ihnen werden im Laufe Ihrer Schulzeit diesen Satz des römischen Gelehrten Seneca gehört oder gelesen haben: “Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.” Wie ich während meiner Schulzeit werden sicherlich auch Sie sich zuweilen zweifelnd, manchmal auch verzweifelt gefragt haben: Muss ich wirklich all diese Dinge lernen, die - um bei den “alten Herren” zu bleiben - Pythagoras, Caesar, Newton, Schiller, Pasteur und andere ersonnen haben? Lehrer und wir Eltern neigen hier zu der Einschätzung: Schaden kann es nicht.

Die zentrale Botschaft von Senecas Aussage jedenfalls ist meines Erachtens bis heute aktuell: Wissen ruft nach Anwendung.

Diejenigen unter Ihnen, die eine Ausbildung in einem Betrieb anstreben, haben jetzt die Chance, zumindest einen Teil des theoretisch Erlernten in die Praxis umzusetzen. Einige werden ihre Sprachkenntnisse anwenden können, andere ihr EDV-Wissen und wieder andere vielleicht ihre musischen oder sozialen Fähigkeiten.

Auch wenn Ihre Schulzeit jetzt zu Ende gegangen ist, scheint mir eins allerdings sicher: Das Lernen wird ein ständiger Begleiter in Ihrem Berufsleben sein. In unserer Wissensgesellschaft ist Bildung zu einer Daueraufgabe geworden.

Die Suche nach einem Ihren Fähigkeiten, Neigungen und Wünschen entsprechenden Arbeitsplatz ist zurzeit nicht einfach. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt macht es notwendig, dass Sie flexibel sind und bisweilen auch Kompromisse eingehen, zum Beispiel in Bezug auf den konkreten Berufswunsch oder den Ausbildungsort.

Erneut zeichnet sich ein Anstieg der Bewerberzahl um einen Ausbildungsplatz ab. Dennoch sichern wir, die Partner im Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen, Ihnen zu, auch in diesem Jahr alles daran zu setzen, dass jede und jeder von Ihnen ein konkretes und realistisches Angebot zur Ausbildung, Qualifizierung oder beruflichen Integration erhält. Vorrang haben dabei ganz eindeutig betriebliche Angebote.

Damit möglichst viele betriebliche Ausbildungsplatzangebote vorhanden sind, wollen wir zudem kleinen und mittleren Betrieben die Teilnahme an der Ausbildung erleichtern. Beispielsweise soll ihnen bürokratischer Aufwand abgenommen und der Unterricht in den Berufskollegs flexibler und betriebsgerechter angeboten werden.

Vor Ihnen liegt nun eine spannende Zeit. “Finde ich einen Ausbildungsplatz in meinem Traumberuf?” “Muss ich möglicherweise umziehen?” “Komme ich mit meiner neuen Chefin bzw. meinen neuen Chef und den neuen Kolleginnen und Kollegen klar?” “Werde ich den Anforderungen des gewählten Berufs gerecht?” Solche Fragen werden Sie momentan beschäftigen. Das Magazin “Startblock” hilft Ihnen bei der Suche nach freien Ausbildungsplätzen in Ihrer Region.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt und vor allem, dass sich möglichst viele Ihrer Hoffnungen und Erwartungen erfüllen werden.

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