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Breite Preisspanne
Für die Schulzeit bis zum Abitur hat der Staat je Schüler 2001 knapp 63.000 Euro berappt; bis zum Uni-Examen summieren sich die öffentlichen Ausgaben dann auf insgesamt 166.000 Euro je Kopf.
Schule. Die Ausbildung an einer allgemein bildenden Schule kostete im Jahr 2001 je Schüler im Durchschnitt 4.800 Euro. Teurer waren Gymnasien und Gesamtschulen – die Lehrer dort werden besser bezahlt, geben weniger Unterrichtsstunden und betreuen weniger Schüler. Insgesamt entfielen acht von zehn für das Schulwesen aufgewandten Euro auf die Personalkosten; nur knapp jeder zehnte Euro wurde für Lernmaterialien, Mobiliar oder sonstigen Sachaufwand ausgegeben, noch weniger für Schulrenovierungen sowie Aus- und Neubauten.
Berufsschulen. Recht günstig sind für den Staat die beruflichen Schulen – je Schüler betrugen die Ausgaben 2001 nur 3.200 Euro. Dies liegt vor allem an den Teilzeit-Berufsschulen im dualen System der Berufsausbildung, die die jungen Leute nur ein- bis zweimal die Woche besuchen. Die Lehrer können so mehr Schüler unterrichten. Am geringsten waren die Pro-Kopf-Ausgaben in Ostdeutschland und Niedersachsen, am höchsten in den Stadtstaaten, Schleswig-Holstein und dem Saarland.
Hochschulen. Die Ausbildung an der Alma Mater war dem Staat im Jahr 2001 je Student 8.030 Euro wert. Mit nur 4.280 Euro je Studiosus ist das Fachhochschul-Studium nur ungefähr halb so teuer – die höhere Lehrverpflichtung, niedrigere Gehälter der FH-Professoren sowie weniger Forschungsaufwendungen machen es möglich. An den Universitäten treibt die Ärzteausbildung die Kosten in die Höhe. Mit 28.360 Euro je angehenden Mediziner verschlang sie in der Summe fast die Hälfte der gesamten Hochschulausgaben. Ein echter Preishit ist dagegen das BWL-Studium mit 1.880 Euro an der FH bzw. 1.990 Euro an der Uni.
Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, (http://www.iwkoeln.de/) 25/11/2004
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