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Bildungsabschlüsse: beliebte Berufsausbildung

In Deutschland haben vergleichsweise viele Jugendliche eine Berufsausbildung absolviert. Häufiger als in anderen Industrieländern stocken sie diesen Abschluss dann noch um zusätzliche Qualifikationen oder eine weitere Ausbildung auf. Weniger sehen lassen


Jugendliche

Hochschulreife. Hierzulande hatte im Jahr 2002 gerade einmal jeder dritte Youngster im Alter von 18 bis 20 Jahren ein Abiturzeugnis in der Tasche. Im Schnitt der OECD-Länder ist die Quote fast doppelt so hoch. Besonders groß ist der Wissensdurst der jungen Leute in den skandinavischen Ländern sowie in Irland – und bei jungen Frauen: Im OECD-Schnitt erwerben sieben von zehn Schülerinnen die Hochschulreife.

Berufsausbildung. Im Jahr 2002 absolvierten hierzulande 60 Prozent der 19- bis 22-Jährigen eine Berufsausbildung, während es im OECD-Durchschnitt nur 44 Prozent waren. Andere Länder kommen zwar auf ähnlich hohe Quoten – in Frankreich, Finnland, Italien oder Tschechien etwa verbergen sich dahinter häufig aber nur berufsvorbereitende Kurse oder Kurzausbildungen. Lediglich die Schweiz und Dänemark verfügen über ein dem deutschen vergleichbares Berufsausbildungssystem. Mit vorn liegt Deutschland bei den beruflichen Doppelqualifikationen wie etwa Abitur plus Berufsausbildung oder Lehre plus Fachoberschule – jeder siebte Berufsbildungsabsolvent hat zwei oder sogar mehr Abschlusszeugnisse in der Tasche.

Hochschule. Nur knapp zwei von zehn Mittzwanzigern hatten zuletzt ein Studium abgeschlossen. Damit landet Deutschland auf dem drittletzten Platz der OECD-Skala. In Finnland und Australien beispielsweise gibt es deutlich mehr Hochqualifizierte, weil die jungen Leute dort mehr Bachelor-Studiengänge besuchen. Besser steht Deutschland bei der Berufsakademie- und Fachwirteausbildung da.



Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, (http://www.iwkoeln.de) 25/04/2005

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