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Negativer Trend auf nordrhein-westfälischem Arbeitsmarkt hält an

Mit Beginn der Schulferien hat sich die Situation auf dem nordrhein-westfälischem Ausbildungsmarkt - wie in den vergangenen Jahren - noch einmal verschärft. Landesweit 15.660 noch nicht besetzte Ausbildungsstellen stehen 43.470 junge Leute gegenüber, die noch keine feste Zusage haben. Auf einen freien Ausbildungsplatz kommen jetzt knapp drei Bewerber.

Christiane Schönefeld, Leiterin der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit verweißt darauf, daß "sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bis Ende September noch deutlich verringern wird, da die jungen Leute höherwertige Schulabschlüsse anstreben, ein Studium beginnen oder auch eine Beschäftigung annehmen. Das Ergebnis von Ende Juli macht aber auch deutlich, daß in diesem Jahr die Zahl der Jugendlichen, die Ende September ohne Ausbildungsvertrag bleiben, höher sein wird als 2003/04!" (Ende September 2004 blieben rund 9.500 Bewerber in NRW ohne Ausbildungsvertrag.)

Der Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres zeigt, daß sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in diesem Jahr weiter geöffnet hat: Das noch unbesetzte Angebot an Ausbildungsplätzen lag um knapp 10 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im Gegensatz dazu war die Zahl der unversorgten Bewerber um 11 Prozent höher.

Besonders schwierig stellt sich die Situation in den ostwestfälischen Städten Bielefeld und Detmold sowie im Ruhrgebiet, insbesondere in Gelsenkirchen, dar. Rechnerisch kommen rund sechs Jugendliche auf einen freien Ausbildungsplatz. Günstiger, aber nicht gut, ist die Situation in den Großstaädten Köln und Düsseldorf mit 1,4 Jugendlichen pro Ausbildungsstelle.

Landesweit waren von Anfang Oktober des vergangenen Jahres bis Ende Juli 88.570 Ausbildungsplätze den Agenturen für Arbeit gemeldet worden, 8.590 oder knapp 9 Prozent weniger als Ende Juli 2003. Die Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber lag dagegen mit 132.790 um 2.300 oder knapp 2 Prozent höher als vor einem Jahr.

Lediglich in den Agenturbezirken Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster übersteigt das Gesamtangebot die Nachfrage. Diese Oberzentren sind jedoch traditionell auch Ausbildungsstandorte für viele Bewerber aus den Umlandgemeinden.

Bewerbern rät Schönefeld unbedingt am Ball zu bleiben und eigeninitiativ auf die Betriebe zu zugehen. "Der aktuelle Ausbildungsmarkt darf nicht mutlos machen. Es gibt immer wieder Chancen. Aber nur für diejenigen, die sich flexibel und mit Engagement bemühen. Das Eigenengagement, der Biss, mit dem man das eigene Berufsziel verfolgt, macht häufig einen günstigeren Eindruck auf den Ausbilder, als ein passabler Notendurchschnitt!"



Quelle: Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion NRW, (http://www.arbeitsagentur.de/vam/?content=/content/supertemplates/Content.jsp&navId=219) 28/07/2005

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