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Statements zum Thema Ausbildung


Amelie Fried

Eine gute Ausbildung ist das A und O für jeden Berufswunsch. Ich werde zum Beispiel häufig gefragt, wie man Moderator/in wird. Meine Antwort: Zuerst ein Studium - eigentlich egal, welches - danach ein Moderatorentraining, möglichst viele Praktika in den Medien und dann beim Fernsehen bewerben. Mit einer Spezialisierung hat man die deutlich besseren Chancen als Leute, die ohne eine Ahnung von irgendwas bei einer Casting-Show auflaufen und denken, für eine Fernsehkarriere würden gutes Aussehen und ein schnelles Mundwerk genügen. Nur Leute, die einen soliden Rucksack an Wissen und Kompetenz mit sich tragen, können auf die Dauer in diesem Beruf bestehen. Deshalb: Bitte, liebe Leute, lasst euch nicht einreden, dass es heutzutage kein Problem mehr wäre, schnell berühmt zu werden. Vielleicht kommt Ihr durch eine Casting-Show tatsächlich ins Fernsehen, vielleicht werdet ihr sogar mal kurz berühmt, weil ihr euch in einen Container sperren lasst - aber nach ein paar Monaten kräht kein Hahn mehr nach euch, wenn ihr sonst nichts drauf habt. Oder erinnert sich noch jemand an Slatko? Na, bitte. Viel Erfolg wünscht euch Amelie Fried. Amelie Fried, Moderatorin, Autorin


Dariusz Michalczewski Ich habe als 18 Jähriger schon voll auf meinen Beruf Boxen gesetzt und damit glücklicherweise recht gehabt.
Aber ich habe mir den Erfolg immer hart erarbeiten müssen. Im Sommer 2004 habe ich mit 36 Jahren mein Abitur in Polen nachgemacht. Darauf bin ich sehr stolz. Dies ist kein Vorschlag für andere, bitte macht eure Ausbildung so früh wie möglich!





Dariusz "Tiger" Michalczewski, Boxer


Rötger Feldmann Gerade wenn man so jung ist wie ihr, sieht man die Welt megakritisch an und viele Jugendliche neigen dazu, ihre Unzufriedenheit mit der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt in Frust und Lustlosigkeit umzusetzen. Ganz besonders, wenn sie auf Abwege geraten, nur noch trinken, Drogen nehmen und in Discos rumhängen. Damit erreicht ihr gar nix sondern zerstört nur euch selbst und eure Zukunft.
Wenn ihr die Chance habt, etwas zu lernen, das euch einigermaßen Spaß macht und interessiert, macht das und zieht es durch. Ich habe Lithograf gelernt und bin sehr froh darüber. Dieses Wissen kann einem keiner nehmen und es ist wirklich so: Ohne Fleiß, kein Preis.

Ich muß unheimlich viel arbeiten, manchmal ganz extrem und rund um die Uhr wenn etwas abgegeben werden muß, z. B. ein Buch oder Film. Ihr könnt nur etwas erreichen, wenn ihr auch etwas macht; meckern und schimpfen alleine nützt nix! Die Hauptsache ist, man steht dazu und man ist mit dem Herzen bei der Sache. Mach das, was das herz dir sagt. Dem einen liegt das Handwerk, dem anderen lieber ein sozialer Beruf und Studieren und Weiterbilden ist auch nicht schlecht, denn man hat mehr Chancen.
Das Berühmtsein hat auch so seine zwei Seiten. Erstens ist man umgeben von Abzockern und Trittbrettfahrern, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Man weiß manchmal nicht mehr, wer Freund oder Feind ist. Und man wird von Menschen bewundert, die dich genauso schnell wieder fallen lassen, wenn der Ruhm vorbei ist oder wenn du etwas falsch machst. Die wenigsten kennen dich, aber alle wissen Bescheid und noch weniger sagen dir ehrlich die Meinung. Das sind Erfahrungswerte, die nicht alle haben können, aber man versäumt dafür schöne zwischenmenschliche normale Erfahrungen, die meist wertvoller sind als die oberflächlichlen im Showbusiness. Wenn man besonders gut aussieht, kann man damit bestimmt etwas machen, indem man Model wird oder etwas ähnliches, aber vergeßt nicht: die Schönheit ist vergänglich und irgendwann seht ihr in den Spiegel und es ist soweit. Dann seid ihr froh, wenn ihr noch etwas anderes gelernt habt als euch auf euer gutes Aussehen zu verlassen. Nur wenn man ganz gut und besonders fleißig ist, kann man Erfolg haben und das ist ein langer und beschwerlicher Weg. Im Leben gibt es nichts umsonst.
Aabeit zieht Aabeit nach sich!
Euer Brösel

Rötger Feldmann, Autor


Nicole Uphoff Ich hatte mit 19 mein Abitur gemacht und wollte auf keinen Fall studieren, da mir dies zu lange dauerte, bis ich einen Beruf ausüben konnte ( außerdem wollte ich auch die Schulbank nicht mehr für ewige Zeiten drücken ). Da mein Vater eine Binnenschiffahrtsspedition hatte, habe ich entschieden, dort meine Lehre zu machen und Speditionskauffrau zu lernen. Ich habe diese Lehre nach 3 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Allerdings nach 2 Jahren schon, stellte sich heraus, daß ich wohl mein Geld im Reitsport verdienen sollte. Aber ich wollte auf Nummer sicher gehen und auf jeden Fall eine ordentliche Lehre abschließen, man weiß ja nie. So habe ich einen "richtigen" Beruf gelernt und kann darauf immer zurückgreifen, wenn mal irgendetwas in meiner Reiterei ( Unfall..... ) passieren sollte.

Ich denke, daß dies das wichtigeste ist, daß man auf jeden Fall einen ordentlichen Beruf gelernt hat. Was man danach wirklich macht, steht in den Sternen, aber ich habe etwas, worauf ich immer zurückgreifen kann und dies gibt mir eine gewisse Sicherheit. Es gibt so viele Arbeitslose heute, daß ich mit einer ordentlichen Ausbildung auf jeden Fall schon mal anderen, die dies nicht haben, ein Stück voraus bin und gute Leute werden immer gesucht, also liegt es nur an mir selber, ob ich nach der Ausbildung einen guten Job finde. Bei uns in der Reiterei sagt man immer: Du mußt mindestens doppelt so gut sein, wie die anderen. An diesen Spruch halte ich mich immer. Und wenn´s mal nicht so gut klappt, mache ich nicht die anderen für meinen Mißerfolg verantwortlich, sondern nur mich selber. Wahrscheinlich war ich nicht doppelt so gut, noch nicht mal annähernd so gut, wie die anderen. (Foto: Werner Ernst · ©euro-star)

Nicole Uphoff, Olympiasiegerin, Dressur


Aleksandra Bechtel "Als Teenager wußte ich nie so recht, was ich eigentlich beruflich machen wollte - erst mit 18 bekam ich, auch bedingt durch einen längeren Aufenthalt in den USA, so langsam ein Gefühl dafür, was meine Stärken sind. Sprache, Kommunikation, Musik und Reisen. ich arbeitete nun daraufhin, Tourmanager für kleine, unbekannte Bands zu werden. Eine Leidenschaft für Musik hatte ich immer. Nach dem Abitur bekam ich in einem Kölner Musikverlag einen Ausblidungsplatz zur Verlagskauffrau.
Ich kann nur jedem Schüler raten, für seine Träume hart zu arbeiten und die Schule oder die Ausbildung unbedingt zu beenden - auch wenn es oft schwierig ist durchzuhalten. Jeder, der andauernde berufliche Erfolge hat, egal in welchem Bereich, kennt harte Arbeit und auch Enttäuschungen. Für die Erfüllung eines beruflichen Traumes sind Weitsicht und viel Disziplin einfach notwendig. Lasst euch nicht ins Bockshorn jagen!"

Aleksandra Bechtel, Moderatorin


Michael Bully Herbig "Mit 12 Jahren wußte ich, ich will mal Filme machen. Filme, die ich selber gerne im Kino auf der großen Leinwand sehen möchte. Doch mir wurden zwei Dinge sehr schnell klar. Erstens: Ich bin nicht der Einzige, der das gerne möchte. Zweitens: Je mehr du über das Filme machen weißt, um so größer ist deine Chance.

Filme bestehen aus Bildern. Und weil man für einen Film 24 Bilder pro Sekunde braucht, machte ich erst mal eine 3jährige Ausbildung zum Fotografen. Anschließend machte ich mich beim Radio mit Tönen vertraut, weil man Filme ja auch hören will. Ohne das Know How aus diesen 7 wichtigen Jahren, gebe es heute keinen "Der Schuh des Manitu"! Ich bin verdammt froh, es gemacht zu haben!"

Michael Bully Herbig, Schauspieler & Regisseur


Yvonne Catterfeld "Ich wollte schon als 5Jährige Sängerin werden, sicher habe ich damals noch nicht darüber nachgedacht was das in Wahrheit bedeutet. Allerdings habe ich dieses Ziel niemals aus den Augen verloren und schon lange nicht aus meinem Kopf bekommen. Ich war in der Schule immer sehr schüchtern aber mit 14 habe ich im Musikunterricht einfach losgesungen. Da saßen meine Klassenkameraden mit offenem Mund da und eigentlich wurde ich damals von meinem Musiklehrer "entdeckt" und seitdem gefördert.

Später nahm ich Gitarren-, Klavier- und Gesangsunterricht, verdiente mir das Geld dafür und später auch zum Teil fürs Studium mit Jobs als Kellnerin. Trotzdem meine Eltern nicht so begeistert waren, machte ich die Aufnahmeprüfung auf die Hochschule für Musik in Leipzig, habe dort mit Begeisterung 2 1/2 Jahre bis zum Vordiplom studiert und mußte leider aus Zeitgründen abbrechen.

Jetzt bin ich glücklich so viel in meinem bisherigen Leben erreicht zu haben und meinen Weg so konsequent verfolgt zu haben, auch wenn ich dafür einen hohen Preis bezahlen muss: Kaum Zeit für Privates und eine ganze Menge Stress, allerdings positiver, weil mir mein Job einfach Spaß macht."

Yvonne Catterfeld, Sängerin



"Eine fundierte Ausbildung habe ich persönlich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn als wichtige Basis angesehen. Zunächst habe ich bei der Bayer AG eine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann absolviert, die ich später - parallel zum Fussballlehrer-Lehrgang - mit einer Fortbildung zum Wirtschaftsassistenten erweitert habe.
Auch in meiner heutigen Funktion als Manager des 1. FC Köln begleitet mich das Thema. Beim FC bilden wir aktuell zwei junge Mitarbeiter zu Sport und Fitness-Kaufleuten aus; ab Sommer kommen zwei weitere Auszubildende zur Werbekauffrau beziehungsweise zum Veranstaltungskaufmann hinzu."

Andreas Rettig, Geschäftsführer 1. FC Köln